Mehrere zum Teil mit Backzutaten gefüllte Einmachgläser, daneben liegt ein Kochlöffel aus Holz

Backmischungen selber machen – Rezepte, Tipps und glutenfreie Alternativen

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Backmischungen selber machen ist entweder ein prima Geschenk oder eine tolle Idee für die eigene Vorratskammer. Wir verraten Ihnen, was dabei zu beachten ist!

Manche haben damit ihre ersten Schritte ins Back-Universum getan, andere greifen auch heute noch regelmäßig zu den vorgefertigten Produkten. Eine Backmischung selber zu machen, ist eine ganz andere Liga: individueller, frischer und kreativer. Warum es sich lohnt, worauf Sie dabei achten sollten und wie Sie sogar glutenfreie Varianten zubereiten, zeigen wir Ihnen – natürlich mit köstlichen Rezeptideen. Lesen Sie gleich weiter!

Warum sollten Sie eine Backmischung selber machen?

Backmischungen haben nicht unbedingt den besten Ruf – und das zu Unrecht. Viele denken dabei an eintönige Standardrezepte oder unnötige Zusatzstoffe. Tatsächlich steckt hinter dem vorgefertigten Mix an Zutaten aber eine lange Tradition. Ursprünglich erfunden wurde er 1845 vom englischen Bäcker Henry Jones. Durch sein „self-raising flour“ konnte auch auf langen Schiffsreisen frisches Brot genossen werden, denn die bereits im idealen Verhältnis vermengten Zutaten waren leicht lagerbar und schnell zubereitet.

Dieser Ursprung zeigt, wofür Backmischungen eigentlich gedacht sind: praktisch, haltbar und gelingsicher. Auch heute noch ist es vor allem die Zeit- und Kostenersparnis, die die Mischung so genial macht. Kein einzelnes Abmessen von Mehl und Co. mehr. Gleichzeitig müssen Sie auch nicht zig Packungen lagern, sondern eben nur die eine Abfüllung. Zudem gelingt mit diesen Produkten auch unerfahrenen Bäckern immer eine feine Leckerei. Und für spontane Besucher sind Sie so ebenfalls bestens vorbereitet. Was könnte also das Problem sein?

Verteilt auf mehreren Regalbrettern stapeln sich verschiedene Vorratsgläser mit diversen Lebensmitteln darin
Foto: © Luisa Brimble, Lizenz: Creative Commons CC0 1.0, Quelle: Unsplash.com
Eine gute Vorratshaltung ist das A und O – auch beim Backen.

Backmischungen kaufen oder selbst herstellen?

Der größte Nachteil gekaufter Backmischungen: Sie enthalten oft unnötige Zusatzstoffe wie Emulgatoren, Stabilisatoren oder Konservierungsmittel. Das sorgt zwar für lange Haltbarkeit und ein gleichbleibendes Ergebnis, steht aber einer bewussten Ernährung im Weg.

Ein weiterer Nachteil ist, dass sie wenig Individualität ermöglichen. Damit die Leckereien immer gelingen, müssen sie zum einen eher simpel sein, zum anderen dem erprobten Rezept folgen. Doch wir bieten eine einfache Lösung: die Backmischung selber machen! Wer sich an ein solches Projekt wagt, kann von folgenden Punkten profitieren: 

  • ein eigenes Rezept umsetzen
  • Zutaten auswählen, die zu Ernährungsweise und Vorlieben passen
  • Allergien und Unverträglichkeiten berücksichtigen
  • auf Zusatzstoffe etc. verzichten

Und das Schöne daran ist: Mit einer solchen persönlichen Zusammenstellung bereichern Sie nicht nur Ihre eigene Speisekammer, es ist gleichzeitig ein brillantes Geschenk. Ob zu Weihnachten, Ostern, zum Geburtstag oder Einzug – die Mischung ist schnell hergestellt und zeugt dennoch von viel Liebe, gerade mit einer schönen Verpackung.

Von oben aufgenommen 12 geöffnete und unterschiedlich gefüllte Gewürzgläser
Foto: © Christina Rumpf, Lizenz: Creative Commons CC0 1.0, Quelle: Unsplash.com
Gewürze bringen Geschmack in jedes gekochte Essen und jedes Backwerk.

Backmischungen – wie und wofür?

Im Prinzip können Sie aus fast jedem Rezept eine Backmischung selber machen. Wichtig ist, trockene und feuchte Zutaten klar zu trennen: Mehl, Zucker, Kakao oder Gewürze werden abgemessen, vermengt und luftdicht verpackt. Flüssigkeiten, Fette und Eier fügen Sie erst bei der Zubereitung hinzu. So bleibt die Mischung lange haltbar und gelingt jederzeit.

Damit nichts vergessen wird, ist eine klare Anleitung entscheidend. Besonders gut eignen sich Rezepte, die überwiegend trockene Zutaten enthalten – sonst verschenkt man am Ende nur mit Backpulver versetztes Mehl, was wenig hilfreich ist.

Geeignete Backmischungen gibt es sowohl für süße als auch für herzhafte Rezepte:

  • Süß: Kuchen (vor allem Rührteige), Kekse und Cookies, Plätzchen, Brownies, Muffins
  • Herzhaft: Brote, Brötchen, Cracker

Ob hübsch im Glas oder einfach im Vorratsbehälter – selbstgemachte Mischungen sind praktisch, flexibel und machen Freude. Bei uns im Blog finden Sie dazu viele weitere leckere Rezepte und Inspirationen.

Haltbarkeit von selbstgemachten Backmischungen?

Während gekaufte Varianten gerne bis zu einem Jahr im Regal stehen können, sollten Sie die frischen, selbstgemachten Backmischungen früher verbrauchen. Wie schnell, hängt von den eingesetzten Zutaten ab:

  • Mehl, Zucker, Salz → mehrere Monate haltbar
  • Backpulver oder Trockenhefe → 4–6 Monate, kühl und trocken lagern
  • Nüsse, Kerne, Samen → nur wenige Wochen, da sie schnell ranzig werden können
  • Trockenfrüchte → ziehen Feuchtigkeit, fördern Schimmelbildung und verkürzen die Haltbarkeit deutlich
In verschiedenen Schalen und Schüsseln befinden sich diverse Backzutaten
Foto: © American Heritage Chocolate, Lizenz: Creative Commons CC0 1.0, Quelle: Unsplash.com

Am besten gilt: Prüfen Sie das Mindesthaltbarkeitsdatum aller verwendeten Zutaten. Das, was am kürzesten genießbar ist, bestimmt das Ablaufdatum für die gesamte Zusammenstellung. Typischerweise halten sich selbstgemachte Backmischungen also 2–4 Monate. 

Möchten Sie Ihre Kreationen länger frisch halten, dann lagern Sie diese am besten kühl, dunkel und trocken. Verwenden Sie dazu Einmachgläser oder Dosen mit dicht schließendem Deckel. Notieren Sie außerdem das Abfülldatum und das MHD direkt auf dem Glas, damit Sie den Überblick behalten. Bevor Sie die Mischung verwenden, prüfen Sie sie kurz: Riecht sie ungewohnt oder zeigt Verfärbungen, sollten Sie sie lieber nicht mehr nutzen.

Glutenfreie Brotbackmischungen – einfach & lecker

Eine glutenfreie Brotbackmischung selber zu machen ist leichter, als viele denken. Glutenfreie Mehle wie Reis-, Mais-, Buchweizen- oder Hirsemehl verhalten sich anders als Weizen oder Dinkel. Sie haben keine eigene Bindungskraft und neigen dazu, trocken zu werden. Deshalb kommt es auf die richtige Mischung und Struktur an.

Wenn Sie Ihre glutenfreie Backmischung selbst herstellen, kombinieren Sie am besten 2–3 Mehlsorten. Das sorgt für Geschmack und Stabilität. Eine gute Basis bildet z. B.:

  • Reismehl (mild und leicht)
  • Buchweizenmehl (kräftig, nussig)
  • Maismehl oder Hirsemehl (für Farbe und Aroma)

Damit das Brot schön locker bleibt, fügen Sie Bindemittel wie Flohsamenschalen, Johannisbrotkernmehl oder Guarkernmehl hinzu. Sie ersetzen die Wirkung des Glutens und geben dem Teig Struktur. Verwenden Sie hierfür ca. 1–2 TL Flohsamenschalen oder ½ TL Johannisbrotkernmehl pro 500 g Mehl.

Erfahren Sie mehr über glutenfreies Backen in unserem Blogbeitrag!

Die meisten glutenfreien Mehle sind 3–6 Monate haltbar, solange sie trocken und dunkel gelagert werden. Besonders Reis- und Maismehl sind stabil, während Buchweizen- oder Hirsemehl schneller ranzig werden können. Kontrollieren Sie daher regelmäßig den Geruch und notieren Sie das Mindesthaltbarkeitsdatum auf Ihrem Behälter.

Tipps für glutenfreies Brot backen:

  • Mehlsorten mischen (z. B. Reis + Mais + Hirse) für besseren Geschmack
  • Bindemittel verwenden, um Teige stabiler zu machen
  • Teige länger ruhen lassen, damit sie Feuchtigkeit aufnehmen
  • Brot in einer Kastenform backen – das stützt den Teig zusätzlich

In unserem Shop finden Sie eine Auswahl an glutenfreien Brotbackmischungen, die sofort einsatzbereit sind. So haben Sie die Wahl: entweder selber mischen oder bequem auf unsere geprüften Rezepte zurückgreifen.

3 leckere Rezeptideen: Backmischung im Glas selber machen

Natürlich wollen wir Ihnen ein bisschen Inspiration mit auf den Weg geben. Darum haben wir drei ganz unterschiedliche Rezeptideen für eine Backmischung im Glas zusammengestellt. Das Schöne an ihnen: Alle sind zunächst vegan – der Bäcker entscheidet also während der Zubereitung selbst durch die ergänzten Zutaten, wie das Endergebnis ausfällt. Und weil viele gezielt darauf achten, haben wir bei den Zutaten auch glutenfreie Alternativen ergänzt. Los geht’s!

Weihnachtliche Lebkuchen-Backmischung selber machen

Er ist saftig, süß und herrlich weihnachtlich: unser Lebkuchen-Brownie aus dem Glas auf dem Blech. Dieses Rezept lässt sich mit dem Austausch der frischen Zutaten ganz schnell veganisieren. Probieren Sie es selbst aus!

Zutaten fürs Glas (ca. 575 bis 600 ml Fassungsvermögen)

Zutaten fürs Backen

  • 100 g Butter (Alternativ: Margarine)
  • 2 Eier (Alternativ: Ei-Ersatz, z. B. 6 EL Apfelmark)
  • 350 ml Milch (Alternativ: Pflanzendrink)

Zubereitung

  1. Geben Sie die Backmischung und die zusätzlichen Zutaten in eine Schüssel.
  2. Rühren Sie alles zu einem glatten Teig.
  3. Gießen Sie den Teig anschließend auf ein gefettetes Backblech.
  4. Backen Sie das Ganze bei etwa 175 °C für 40 bis 45 Minuten.
  5. Nach dem Backen nehmen Sie den Kuchen aus dem Ofen und lassen ihn abkühlen.
  6. Wenn Sie mögen, können Sie den Kuchen mit Puderzucker bestreuen.
  7. Schneiden Sie ihn dann in kleine Stücke und servieren ihn.
Drei Brownies liegen gestapelt übereinander
Foto: © iMattSmart, Lizenz: Creative Commons CC0 1.0, Quelle: Unsplash.com
Saftig, süß und einfach lecker: ein Lebkuchen-Brownie.

Mediterrane Cracker-Backmischung im Glas

Knusprig und herrlich würzig: Die mediterranen Cracker schmecken pur, als kleiner Snack oder mit Dip und etwas Gemüse dazu. Ist ein Gewürz dabei, das Ihnen nicht gefällt? Tauschen Sie es einfach gegen ein anderes aus. Die Rezeptur lässt sich wunderbar einfach anpassen!

Zutaten fürs Glas (ca. 425 ml Fassungsvermögen)

Drei runde Cracker liegen nebeneinander
Foto: © Алекс Арцибашев, Lizenz: Creative Commons CC0 1.0, Quelle: Unsplash.com

Zutaten fürs Backen

  • 2 Eier
  • 100 g Butter
  • 35 ml Olivenöl
  • 25 g Käse (gerieben)

Zubereitung

  1. Heizen Sie den Ofen auf 175 °C Umluft vor.
  2. Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus.
  3. Vermischen Sie die Backmischung mit den feuchten Zutaten.
  4. Verkneten Sie alles zu einer homogenen Masse.
  5. Rollen Sie den Teig auf eine Dicke von 4–5 mm aus.
  6. Stechen Sie runde Formen aus.
  7. Legen Sie diese auf das vorbereitete Backblech und backen Sie sie für 12 bis 15 Minuten.

Brotbackmischung selber machen

Ein frisches Brot ist mit das Leckerste, was man sich vorstellen kann, nicht wahr? Warm und duftend, mit knackigen Kernen, direkt aus dem Ofen. Kein Problem, wenn Sie es mit einer Brotbackmischung selber machen! Dieses Rezept ist übrigens besonders toll, weil es nur eine weitere Zutat benötigt und von Haus aus vegan ist.

Zutaten fürs Glas (ca. 1.000 ml Fassungsvermögen)

Zutaten fürs Backen

  • 300 ml Wasser, lauwarm
Jemand schneidet ein Kastenbrot mit Körnern in Scheiben
Foto: © Pesce Huang, Lizenz: Creative Commons CC0 1.0, Quelle: Unsplash.com
Ein selbstgebackenes Brot ist einfach besonders lecker und sollte frisch genossen werden!

Zubereitung

  1. Vermengen Sie die Backmischung mit dem Wasser.
  2. Kneten Sie den Teig etwa 5 Minuten lang kräftig durch.
  3. Füllen Sie ihn dann in einen Gärkorb.
  4. Lassen Sie ihn zugedeckt an einem warmen Ort ungefähr 45 Minuten gehen.
  5. Backen Sie den Teig anschließend bei 220 °C für etwa 35 Minuten.

Backmischungen selber machen – verpackt als süße Geschenke

Nachdem Sie nun gesehen haben, wie vielseitig sich Backmischungen selber machen lassen, fehlt nur noch die richtige Verpackung. Denn eine selbst zusammengestellte Mischung ist nicht nur praktisch für den eigenen Vorrat, sondern auch ein wundervolles Geschenk – persönlich, kreativ und mit Liebe gemacht. Hierbei spielen drei Faktoren eine Rolle: das richtige Gefäß, die korrekte Füllmethode und die Beschriftung.

Zum Abschluss geben wir Ihnen darum zu diesen Punkten noch ein paar Tipps mit auf den Weg.

Gefäß– jedes Glas mit gut schließendem Deckel
– z. B. Einmachgläser mit Bügelverschluss, Marmeladengläser mit Schraubdeckel
– auch Flaschen mit größerer Öffnung und Hals möglich 
– Gefäß sollte vorher heiß ausgekocht sein und gut austrocknen
Füllmethode– Zutaten am besten schichtweise einfüllen (evtl. mit Trichter arbeiten)
von feinen zu groben Zutaten gehen
– farblich abwechselnd arbeiten (z. B. nach dem hellen Mehl, Kakao einfüllen, dann wieder weißen Zucker usw.)
– nach jeder Schicht das Glas einmal fest auf Tisch stoßen, damit alles sich festigt (Alternative: mit Esslöffel gut andrücken)
– Zutaten sollten das Glas möglichst bis zum Rand füllen (so verrutscht beim Transport später nichts)
Beschriftung– Etikett mit Inhalt, ggf. auch Anleitung
– Name kann auch mit Kreidestift oder Permanentmarker auf Glas geschrieben werden
– Anleitung kann als kleiner Anhänger mit einem hübschen Band befestigt werden
– ganz modern: einen kleinen QR-Code anfertigen und aufs Glas kleben, hinter dem sich das Rezept verbirgt

So entsteht im Handumdrehen ein Geschenk, das zu Weihnachten, Geburtstagen, Einzug oder Ostern Freude bereitet – und gleichzeitig zum Selberbacken inspiriert. Wofür auch immer Sie sich entscheiden – es lohnt sich immer, eine Backmischung selber zu machen. 

Haben Sie vielleicht ein Lieblingsrezept? Dann verraten Sie es uns doch!

Mandeln in einem Glas, um das verschiedene hübsche Bänder gebunden sind
Foto: © Ali Hassan, Lizenz: Creative Commons CC0 1.0, Quelle: pexels.com
Hübsch verpackt machen auch Einmachgläser mit leckerem Inhalt etwas her!

Weiterführende Links
www.lecker.de/backmischung-im-glas-selber-machen
www.backenmachtgluecklich.de/…/backmischungen-selbermachen-die-besten-rezepte
www.edeka.de/…/backmischung-selber-machen
www.wikipedia.org/wiki/Backmischung
www.gutekueche.at/cracker-backmischung-rezept
www.backenmachtgluecklich.de/…/brot-backmischung-im-glas
www.smarticular.net/lebkuchen-backmischung-verschenken/

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