Wenn die Tage kürzer werden, ist es bald wieder so weit – Halloween steht vor der Tür. Neben gruseligen Dekorationen, gespenstig leuchtenden Kürbislaternen und jeder Menge Horrorfilmen halten auch unzählige schaurig anmutende Naschereien Einzug in unser Heim. Verpassen Sie nicht die Möglichkeit, sich zu diesem Anlass kreativ in Ihrer Küche auszutoben. Wir von der Bio-Bäckerei Spiegelhauer möchten Ihnen deshalb zeigen, wie Sie ganz einfach unheimliche Halloween-Kekse backen können!

Warum Sie Halloween-Kekse backen sollten

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, warum Sie gerade Kekse backen sollten, wenn es doch so viele andere furchtbar schmackhafte Rezepte gibt. Von Halloween-Muffins, über Baiser-Gespenstern, bis hin zu blutigen Kuchen – die Möglichkeiten scheinen endlos. Bäckt man die kleinen Naschereien denn nicht erst in der Weihnachtszeit? Auf keinen Fall! Der traditionelle Mürbeteig macht sich bereits im Oktober fantastisch als Snack.

Neben Ihrem klassischen und allseits beliebten Geschmack eigenen sich die handlichen Backwaren nämlich besonders gut zum Verschenken. Und gerade darum geht es doch, wenn Sie nicht wollen, dass Ihnen am 31. Oktober ein kleiner Streich gespielt wird. Sowohl große als auch kleine Hexen, Zombies oder Mumien genießen einen kräftigen Monsterbiss in das süße Gebäck.

Doch nicht nur für die gruseligen Erscheinungen an Ihrer Haustür eignen sich Halloween-Kekse. Auch die herumspukenden Geister auf Ihrer Party können Sie damit beschwichtigen. Sie sind schnell und einfach vernascht, ohne sich die Finger unnötig schmutzig zu machen, und werden durch kreative Dekorationen zum absoluten Hingucker. Probieren Sie es aus und überraschen Sie Ihre Gäste mit Ihren Kreationen!

Was Sie für kreative Halloween-Kekse benötigen

Halloween-Kekse lassen sich ganz einfach allein oder zusammen mit Freunden bzw. der Familie backen. Da das Grundrezept simpel ist und nicht viel Zeit in Anspruch nimmt, haben Sie mehr Freiraum, sich mit dem wichtigsten Aspekt zu beschäftigen – dem Aussehen. Wir haben Ihnen hierfür einmal ein paar Ideen mitgebracht:

  • gruselige Umrisse: Neben zu kaufenden Ausstechern lassen sich viele Formen auch einfach mit einem Messer aus dem Teig herausschneiden. Wie wäre es beispielsweise mit Fledermäusen, Kürbissen, Geistern oder Grabsteinen? Tipp: Bereiten Sie sich eine Schablone aus Pappe vor, die sie dann als Vorlage nutzen können.
  • unheimliche Formen: Das Gebäck muss nicht immer flach sein. Rollen Sie den Teig doch zu kleinen Würsten zusammen und präsentieren Sie Ihren Besuchern gebackene Finger. Ihnen steht der Sinn nach mehr Gliedmaßen? Dann formen Sie eine kleine Kugel und acht dazugehörige Beinchen. Fertig ist die schmackhafte Spinne.
  • schaurig-grelle Anstriche: Verpassen Sie Ihren Kreationen den letzten Schliff. Greifen Sie hierfür zu Guss, Glasur, Schokolade bzw. flüssiger Lebensmittelfarbe und malen Sie Augen und Zähne oder verspritzen Sie etwas Blut. Typischerweise nutzt man für Halloween Orange, Grün, Lila, Rot, Schwarz und Weiß.
  • schockierende Verwandlungen: Sie wollen nicht extra Ausstecher kaufen oder die Arbeit mit dem Messer ist zu unsicher für kleine Familienmitglieder? Dann benutzen Sie Ihre Weihnachtsförmchen und verzaubern Sie die festlichen Charaktere in scheußliche Monster. Mit etwas Glasur und Schokolade wird aus dem Weihnachtsmann schnell eine bucklige Hexe mit Hut, aus dem Lebkuchenmann ein Skelett oder aus den Engeln kleine Teufel.

Sie sehen, Halloween-Kekse zu backen muss nicht kompliziert und kostenaufwendig sein. Auch ohne spezielle Förmchen oder Streusel lassen sich eine Vielzahl an schaurig schönen Stücken kreieren. Legen Sie jetzt los! Wir zeigen Ihnen als nächstes, wie Sie die Grundlage schnell gebacken haben.

Mürbeteig: Das Grundrezept für Halloween-Kekse

Eine der besten Grundlagen ist und bleibt der Mürbeteig. Er ist schnell gemacht und durch individuelle Zugabe von Zucker an verschiedene Geschmäcker anpassbar. Natürlich können Sie das Rezept auch noch verfeinern, beispielsweise mit Nuss oder Zitrone. Achten Sie nur darauf, dass er möglichst hell bleibt, damit ggf. das spätere Einfärben problemlos klappt. Wir haben uns an dieser Stelle für den Klassiker (mit Ei) entschieden und Ihnen unser Lieblingsrezept mitgebracht. Sie brauchen:

Alternativ können Sie den Teig auch ohne Ei anmischen. Verwenden Sie hierzu 300 g Mehl. 200 g Butter und 100 g Zucker. Soll er vegan werden, ersetzen Sie einfach die Butter durch Pflanzenmargarine. Und so gelingt er im Handumdrehen:

  1. Schlagen Sie die Butter cremig auf. Am besten mit einem Handrührgerät.
  2. Danach Zucker und Ei unterrühren.
  3. Mehl und Salz hinzugeben.
  4. Mit den Knethaken des Handrührgeräts die Zutaten zu einem glatten Teig verarbeiten.
  5. Alles zu einer Kugel formen.
  6. In Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  7. Jetzt kann der Teig zu schaurigen Kreationen weiterverarbeitet werden.

Sie haben hier bereits die Möglichkeit, den Teig in kleinere Mengen aufzuteilen und diese mit verschiedenen Lebensmittelfarben einzufärben. Am besten funktionieren hier Pulver und Pasten. Für einen Spiraleffekt legen Sie zwei unterschiedlich farbige Schichten aufeinander, rollen sie zusammen und schneiden sie in Keksscheiben. Natürlich können Sie ihn aber auch in seinem Grundzustand belassen und erst nach dem Backen dekorieren.

Mit oder ohne Farbe kommen die ausgestochenen Formen bei 180° Ober- und Unterhitze für 10–12 Minuten in den vorgeheizten Backofen. Sollten doch einmal Fragen oder Schwierigkeiten aufkommen, haben wir auch hierfür ein paar Tipps. Schauen Sie doch einmal bei unserem Beitrag zum Mürbeteig backen vorbei!

Zuckerguss: Das Grundrezept für schaurig-süße Dekorationen

Ist das Gebäck abgekühlt, können Sie es dekorieren. Wir arbeiten am liebsten mit Guss. Auch dieser ist schnell und einfach gemacht. Je nach gewünschter Konsistenz benötigen Sie unterschiedliche Mengen an Puderzucker und Wasser. Wir haben Ihnen hierfür eine Übersicht mitgebracht:

Konsistenz Wasser Puderzucker
flüssig 3 EL 125 g
cremig 4 EL 250 g
dick 3 EL 250 g

 

Für den Guss müssen Sie nun nur die entsprechenden Mengen miteinander vermischen. Achten Sie darauf, dass Sie dabei das Wasser dem Puderzucker hinzugeben und nicht umgekehrt. Sonst bilden sich eventuell Klümpchen. Um den Guss einzufärben, teilen Sie ihn in verschiedene Schüsseln auf und geben jeweils 10 ml der gewünschten Farbe hinzu. Danach kann das Dekorieren der Halloween-Kekse beginnen. Wollen Sie gern auf Lebensmittelfarbe verzichten, können Sie auch zu Marmeladen oder Honig greifen. Hiermit lassen sich ebenfalls grausige Blut- und Eitereffekte zaubern.

Übrigens: Wenn Süß nicht so Ihres ist, können Sie natürlich auch herzhafte Halloween-Kekse backen. Greifen Sie beim Verzieren dann beispielsweise zu Käse und Tomatensaucen. So oder so haben Sie damit dann die ultimative Bestechung für große und kleine Monster parat, damit Ihnen nichts Saures widerfährt. Probieren Sie es jetzt aus!

Weiterführende Links
www.bbcgoodfood.com/…/halloween-baking-recipes
https://www.countryliving.com/f…/halloween-treats/?slide=5