Kuchen im Glas: Seit einiger Zeit ist dieser Trend in aller Munde und auch wir sind ganz begeistert davon. Schließlich ist diese süße Versuchung schnell gemacht und kann prima zu einem Picknick mitgenommen werden. Auch für Pendler ist es eine tolle Möglichkeit, ein kleines Dessert für unterwegs in der Tasche zu haben. Sie sehen: Es gibt viele Gründe, warum Sie diese Form des Backens einmal ausprobieren sollten. Wissenswertes über die richtigen Gläser, das perfekte Einfüllen, das Haltbarmachen und vieles mehr lesen Sie jetzt hier!

Welcher Kuchen eignet sich?

Haben Sie sich entschieden und wollen sich an das Thema Kuchen im Glas herantrauen, dann ist dabei natürlich die erste Frage: Welches Rezept soll es sein? Schließlich gibt es die verschiedensten Arten, von Hefeteig, über Biskuit, bis hin zum Obstkuchen und noch viel mehr Varianten. Sie alle können abgefüllt werden. Als Inspiration haben wir Ihnen hier einige Beispiel-Rezepte aufgelistet:

  • Käsekuchen
  • Mohnkuchen
  • Marmorkuchen
  • Möhrenkuchen
  • Russischer Zupfkuchen

Wie Sie sehen: Zu Beginn empfehlen wir Ihnen einen klassischen Rühr- bzw. Muffinteig. Dieser lässt sich leicht zusammen mixen und geht durch das Backpulver wunderbar auf. Möchten Sie Früchte mit integrieren, ist dies ebenso möglich. Achten Sie nur darauf, dass es sich hierbei um frische Zutaten und keine tiefgefrorenen handelt, da diese zu viel Wasser beinhalten und somit den Kuchen zu feucht machen.

Wenn Sie sich übrigens nun fragen, wie das Verhältnis beispielsweise von einem Kuchen aus der Springform in Vergleich zu einem aus dem Glas ist, können Sie sich dies ganz leicht merken: Ein Glas (500 ml) fasst ungefähr die Größe von zwei bis drei Stücken. So können Sie die Menge einfach berechnen und das Naschen im Blick behalten.

Ein sauberes, offenes Schraubglas liegt auf einem weißen Untergrund, ein roter Deckel daneben

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Welche Gläser sind die besten?

Ist die Frage nach dem Rezept geklärt, kommt automatisch die nach den passenden Gläsern nach. Vorweg gesagt: Nicht jedes Behältnis eignet sich, um einen Kuchen im Glas zu backen. Es gibt verschiedene Punkte, die es zu beachten gilt und diese wollen wir Ihnen nun vorstellen. Zunächst ist der wichtigste Faktor, der eingehalten werden muss, die Hitzebeständigkeit. Es darf kein Problem sein, das Gefäß in den Ofen bei hohen Temperaturen zu stellen. Dabei hilft es unter anderem, dass die Wände dick genug sind. Wenn Sie sich unsicher sind, lesen Sie in der Produktbeschreibung am besten noch einmal nach.

Der zweite Tipp, den wir Ihnen geben möchten, betrifft die Form. Damit sich nach dem Backen der Kuchen auch gut lösen kann, sollte diese speziell sein. Konkret bedeutet dies, dass der Behälter keilförmig ist. Also: Der Glasboden ist schmaler als die Öffnung. So kommt der Kuchen fast wie von selbst heraus, wenn Sie ihn nach dem Abkühlen stürzen. Natürlich können Sie ihn aber auch direkt aus dem Glas naschen.

Letztendlich ist es egal, ob Sie lieber mit Marmeladen-, Weck- oder Einmachgläsern zum Schrauben arbeiten wollen. Die oben genannte Form ist aber einfach besonders praktisch. Sollten Sie jedoch Ihren Kuchen über mehrere Wochen haltbar machen wollen, dann raten wir zu einem Gefäß, das über einen Glasdeckel bzw. einen Schraubverschluss verfügt. Darüber erfahren Sie später in diesem Beitrag noch mehr.

Tipps zum Backen von einem Kuchen im Glas

Sie haben das Rezept und Behältnis ausgewählt? Dann geht es nun um das Backen selbst. Dabei geben wir Ihnen Ratschläge zur richtigen Vorbereitung, zum Einfüllen und was Sie beim eigentlichen Vorgang beachten sollten.

Eine präzise Vorbereitung ist das A und O

Vielleicht kennen Sie diesen Prozess bereits vom Einkochen bzw. Einwecken: Bevor Sie mit dem Einfüllen des Teiges beginnen, ist es äußerst wichtig, dass Sie die Gläser und auch die dazugehörigen Deckel gründlich waschen. Dabei empfehlen wir, heißes Wasser zu verwenden und die Gefäße anschließend mit einem sauberen Geschirrtuch gut abzutrocknen. Wenn Sie Weck-Gläser mit Gummiringen benutzen, müssen Sie die Ringe ebenfalls auskochen. Hier sollten Sie Essigwasser nutzen und sie 5 Minuten darin steril werden lassen. So gehen Sie sicher, dass keine unerwünschten Bakterien oder Ähnliches zurückbleiben.

Sind die Gläser nun gereinigt, haben wir einen weiteren Tipp für Sie, damit am Ende auch wirklich der Kuchen im Glas beim Stürzen nur so herausgleitet: Fetten Sie das Behältnis gründlich vor dem Einfüllen ein. Dafür können Sie beispielsweise Speiseöl oder auch Butter verwenden. Am besten hilft Ihnen dabei ein Pinsel oder, falls Ihre Butter nicht weich genug ist, auch ein Stück Küchentuch bzw. Backpapier, um es gleichmäßig zu verteilen. Vergessen Sie den Rand nicht!

Haben Sie nun das Gefäß eingefettet, empfehlen wir Ihnen außerdem noch, es mit Mehl auszustreuen. Sie können aber auch geriebene Mandeln, anderes Nussmehl oder Kakaopulver nutzen. Verwenden Sie dazu beispielsweise einen Löffel. Halten Sie jetzt den Behälter horizontal und drehen oder schwenken Sie ihn, sodass alle Wände gleichmäßig bestäubt sind. Drehen Sie ihn anschließend auf den Kopf, damit der Überschuss herausfallen kann. Nachdem Sie diese drei Schritte der Vorbereitung ausgeführt haben, wird es nun Zeit, das Glas zu befüllen.

In einer großen Glasschüssel liegen zwei gefüllte Spritzbeutel

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Wie voll soll Ihr Glas werden: Das richtige Maß beim Einfüllen

Wichtig beim Befüllen des Gefäßes ist, dass Sie den Teig nicht komplett bis zum Rand reichen lassen. Vor allem wenn Sie mit Backpulver arbeiten, würde das bedeuten, dass der Kuchen über das Glas hinaus wachsen würde und Sie somit keine Möglichkeit haben, ihn haltbar zu machen. Zwar könnten Sie den übergelaufenen Teil auch abschneiden, doch trotzdem besteht noch die Gefahr, dass das Backwerk sich nicht mehr leicht vom Behältnis lösen lässt.

Deshalb raten wir Ihnen, es nur zu zwei Dritteln zu befüllen. So kann der Kuchen gut aufgehen und quillt nicht über. Ein weiterer Tipp, der sich beim Befüllen des Gefäßes als sehr nützlich erwiesen hat, ist die Verwendung eines Spritzbeutels oder einer Gefriertüte. Befindet sich der Teig einmal in einem dieser Küchenhelfer, können Sie die Dosierung mit ihnen ganz leicht kontrollieren. So gelingt Ihr Kuchen im Glas ganz bestimmt!

Weitere Tipps zum Backen

Zunächst ist es ganz wichtig, dass Sie den Kuchen im Glas ohne den Deckel backen. Andernfalls kann sich die Hitze nicht richtig verteilen und falls das Backwerk doch über den Rand quillt, würde es sonst das Gefäß sprengen. Seien Sie also auf der sicheren Seite und verschließen Sie den Behälter erst nach dem Backen und Auskühlen.

Außerdem sollten Sie beachten, dass Ihre Köstlichkeit nicht so lange braucht wie ein normal großer Kuchen. Man kann davon ausgehen, dass ein 250 ml großes Einweckglas ungefähr 20 bis 25 Minuten im Ofen bleiben muss. Eines, das 500 ml fasst, benötigt zirka 35 bis 40 Minuten. Ob die Backware auch wirklich fertig ist, können Sie mit dem Stäbchentest herausfinden. Stechen Sie einen Zahnstocher oder Schaschlikspieß in die Mitte des Teiges. Bleibt nichts mehr an ihm kleben, ist Ihre Leckerei fertig.

Haltbarkeit – so können Sie Ihren Kuchen im Glas noch länger genießen

Haben Sie bereits alle Vorbereitungen getroffen und sich daran gehalten, ist ein gewöhnlicher Rührkuchen, der keine Sahne oder frische Früchte enthält, bis zu sechs Monate haltbar. Wichtig ist hier vor allem die zuvor angesprochene gründliche Reinigung. Dabei sollten Sie aber beachten, dass Sie sofort nach dem Backen den Kuchen im Glas mit einem Deckel verschließen müssen. Passen Sie bitte auf Ihre Hände auf, da das Gefäß sehr heiß ist und sich der Deckel ebenfalls schnell erhitzt. Entfernen Sie zuvor noch eventuelle Teigspritzer am Rand.

Eine weitere Variante ist das sogenannte Einkochen. So hält auch ein Obstkuchen oder andere Gebäcksorten. Wie dieses am besten vonstatten geht, erklären wir Ihnen nun:

  • Lassen Sie den Kuchen weitere zehn Minuten im Ofen, jedoch mit gekippter Backofentür. Halten Sie zur Prüfung, ob sich Kondenswasser bildet, den Deckel vor die Glasöffnung. Ist dies nicht der Fall, können Sie das Gefäß aus dem Ofen nehmen.
  • Schließen Sie es mit dem Deckel.
  • Nun stellen Sie den Behälter in eine Schüssel oder auf ein tiefes Backblech, das Sie mit 2 cm hohem warmen Wasser gefüllt haben.
  • Stellen Sie dies jetzt bei 90 Grad für ungefähr 30 Minuten wieder in den Ofen.
  • Nachdem Sie das Gefäß mit dem Kuchen herausgeholt haben, kann es nun auskühlen.

Jetzt wissen Sie alles nötige, was Sie beachten müssen, wenn Sie einen Kuchen im Glas backen wollen. Probieren Sie es doch einmal aus und lassen Sie es sich schmecken!

Weiterführende Links:
www.familienkost.de/rezept_kuchen_im_glas.html
www.kochtrotz.de/schritt-fuer-schritt-anleitung-brot-und-kuchen-im-glas-backen-haltbar-machen/
www.lecker.de/kuchen-im-glas-die-schoensten-rezepte-50410.html
www.essen-und-trinken.de/kuchen-im-glas
www.fuersie.de/…/kuchen-im-glas-tipps-und-anleitung
www.daskochrezept.de/…/kuchen-im-glas-so-baeckst-du-die-kleinen-dessert-lieblinge
www.from-snuggs-kitchen.com/…/kuchen-im-glas-alles-was-man-dazu.html
www.gofeminin.de/kochen-backen/kuchen-im-glas-s3022944.html